Im Folgenden möchte ich euch kurz meine Entsendeorganisation ICJA e.V. (-> Link) vorstellen:
Es handelt sich um einen Verein, der nach dem Prinzip "Freiwillige für Freiwillige" zu meist auf ehrenamtlicher Basis arbeitet, für junge und ältere Menschen Freiwilligendienste in aller Welt organisiert sowie Freiwillige aus allen Kontinenten, die
in Deutschland in sozialen, politischen oder ökologischen Projekten
mitarbeiten, begleitet und betreut.
Jährlich sendet der ICJA e.V. über 300 Freiwillige in die weite Welt; Die Betreuung in den Gastländern wird von den Partnerkomitees der einzelnen Staaten übernommen, die zusammen die International Culture Youth Exchange (ICYE) bilden.
Der ICJA entsendet für 12, 6 und in einem Programm sogar für 3
Monate. Die Ausreise erfolgt nicht nur im Sommer, sondern auch im
Januar. Zusätzlich zum "klassischen" ICJA-Freiwilligendienst werden
weltwärts, ADiA, FSJ im Ausland als Zivildienstersatz, Internationale
Freiwilligendienste für alle Lebensphasen und Europäischer
Freiwilligendienst (EVS) angeboten und fordern neue Auseinandersetzungen
mit friedenspolitischen Fragestellungen.
Der Ursprung
1949 gründete der nordamerikanische Pfarrer John
Eberly den Internationalen Christlichen Jugendaustausch. Sein Ziel war
es, persönliche Begegnungen junger Menschen aus den USA und
Westdeutschland zu ermöglichen. John Eberly und Gleichgesinnte
verschiedener Kirchen wollten dadurch zur Versöhnung zwischen Völkern
beitragen, die kurz zuvor noch verfeindet waren. Ihre christliche
Überzeugung war für die Gründer die Ausgangsbasis ihrer Arbeit. Von
Anfang an ging es um die Überwindung trennender Unterschiede zwischen
Menschen verschiedener Kulturen, Religionen, Nationen und Volksgruppen
oder Hautfarben. Damit war der ICJA in seinen Wurzeln Teil der
ökumenischen und der Friedensbewegung. Diese Idee, Frieden durch
Austausch, Zusammenarbeit und gemeinsames Leben aufzubauen und zu
vertiefen, breitete sich seit den 50er Jahren auf weitere Länder
Westeuropas und später aller Kontinente aus.
Heute ist der ICJA ein Verein von Menschen
christlicher und anderer Weltanschauungen. Er arbeitet mit
eigenständigen Organisationen in 34 Ländern partnerschaftlich zusammen.
Gemeinsam bilden sie die internationale Föderation des International
Cultural Youth Exchange (ICYE).
Freiwillige für Freiwillige
Der ICJA wird von Freiwilligen getragen. Sie
gewährleisten die Weiterführung des Austauschs. Viele dieser
Freiwilligen sind ehemalige Programmteilnehmende. Sie haben durch den
ICJA Einsichten gewonnen und Erfahrungen gemacht, die sie weitergeben
wollen und mit den Zielen des ICJA verbinden. Sie gestalten die
inhaltliche Arbeit, leiten Seminare und übernehmen Verantwortung auf
allen Ebenen. Unterstützt wird ihre Arbeit durch hauptamtliche
Fachkräfte. Die freiwillig Mitarbeitenden können an
Fortbildungsmaßnahmen des ICJA teilnehmen und das Erlernte bald darauf
in der Praxis anwenden.
Die Arbeit des ICJA stützt sich auch auf die
Menschen, die GastgeberInnen für junge Menschen aus anderen Ländern
sind und auf alle, die unsere Ziele durch Engagement oder finanzielle
Förderung unterstützen. In den Regionalgruppen und Gastsituationen
finden die internationalen Freiwilligen vor Ort Freunde und
AnsprechpartnerInnen für die Fragen des Alltags.
Ob Seminare, regionale Treffen oder Fortbildungen,
die Begegnungen im ICJA sind geprägt von Dynamik, Vielfalt, Freude -
und der Neugier auf andere Lebenswelten.
Respekt und Solidarität
Krieg und Gewalt herrschen heute in vielen Regionen
der Erde. Wirtschaftliche und politische Interessen werden vielfach
ohne Rücksicht auf soziale Folgen und unter Zerstörung der
Lebensgrundlagen aller durchgesetzt. Dies geschieht auf Kosten der
Mehrheit der Menschen.
Unser Austauschprogramm setzt dem praktische
Friedensarbeit entgegen. Im alltäglichen Zusammenleben und in der
gemeinsamen Arbeit wird die Wahrnehmung globaler Ungleichheit
geschärft. Persönliche Beziehungen zwischen Menschen aus allen Teilen
der Welt entstehen. Gegenseitiges Verständnis wächst und legt den
Grundstein für Respekt und Offenheit gegenüber anderen Kulturen und
Religionen. Auch die eigenen Werte und Traditionen müssen sich dabei
einer kritischen Auseinandersetzung stellen und sich bewähren. Diese
Erfahrungen werden in den Seminaren diskutiert und reflektiert.
QUELLE: https://www.icja.de
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