24.10.2014

Liebe Leserinnen und Leser,

herzlich Willkommen auf meinem Blog! Mein Name ist Tjada Schult, ich bin 18 Jahre alt, komme aus Berlin und habe mich nach dem Abi im Frühjahr diesen Jahres dazu entschlossen, mit der Entsendeorganisation ICJA einen weltwärts-geförderten Freiwilligendienst in Togo zu leisten, über den ich ein wenig berichten werde.

Ich ahne schon, welche Frage euch als erstes auf der Zunge liegt: Wie kommt man denn auf Togo?? Tatsächlich wurde ich das schon häufiger gefragt, nicht etwa mit missbilligendem Unterton sondern aus reinem Interesse, wie man sich für ein so kleines doch eher unbekanntes Land entscheidet.

Nun, eine Antwort darauf zu finden ist schwer. Ich hatte mich von Anfang an für afrikanische Länder interessiert und diejenigen bevorzugt, in denen Französisch die Amtssprache ist. Über die weltwärts-Seite (-> Link) bin ich dann auf Togo gekommen und – man sehe es meinen Geografiekenntnissen nach – musste prompt googeln, wo das denn überhaupt liegt. :D

Ich bin auf jeden Fall froh, dass es schließlich Togo geworden ist, denn ich bin sehr glücklich hier.

Dennoch denke ich, dass man in jedem Land dieser Welt eine schöne Zeit im Freiwilligendienst (FWD) verbringen kann, denn es gibt unzählige einzigartige Kulturen, Orte und Menschen, die es alle gleichermaßen kennenzulernen lohnt!

Der ICJA e.V.

Im Folgenden möchte ich euch kurz meine Entsendeorganisation ICJA e.V. (-> Link) vorstellen:

Es handelt sich um einen Verein, der nach dem Prinzip "Freiwillige für Freiwillige" zu meist auf ehrenamtlicher Basis arbeitet, für junge und ältere Menschen Freiwilligendienste in aller Welt organisiert sowie Freiwillige aus allen Kontinenten, die in Deutschland in sozialen, politischen oder ökologischen Projekten mitarbeiten, begleitet und betreut.

Jährlich sendet der ICJA e.V. über 300 Freiwillige in die weite Welt; Die Betreuung in den Gastländern wird von den Partnerkomitees der einzelnen Staaten übernommen, die zusammen die International Culture Youth Exchange (ICYE) bilden.

Der ICJA entsendet für 12, 6 und in einem Programm sogar für 3 Monate. Die Ausreise erfolgt nicht nur im Sommer, sondern auch im Januar. Zusätzlich zum "klassischen" ICJA-Freiwilligendienst werden weltwärts, ADiA, FSJ im Ausland als Zivildienstersatz, Internationale Freiwilligendienste für alle Lebensphasen und Europäischer Freiwilligendienst (EVS) angeboten und fordern neue Auseinandersetzungen mit friedenspolitischen Fragestellungen.


Der Ursprung


1949 gründete der nordamerikanische Pfarrer John Eberly den Internationalen Christlichen Jugendaustausch. Sein Ziel war es, persönliche Begegnungen junger Menschen aus den USA und Westdeutschland zu ermöglichen. John Eberly und Gleichgesinnte verschiedener Kirchen wollten dadurch zur Versöhnung zwischen Völkern beitragen, die kurz zuvor noch verfeindet waren. Ihre christliche Überzeugung war für die Gründer die Ausgangsbasis ihrer Arbeit. Von Anfang an ging es um die Überwindung trennender Unterschiede zwischen Menschen verschiedener Kulturen, Religionen, Nationen und Volksgruppen oder Hautfarben. Damit war der ICJA in seinen Wurzeln Teil der ökumenischen und der Friedensbewegung. Diese Idee, Frieden durch Austausch, Zusammenarbeit und gemeinsames Leben aufzubauen und zu vertiefen, breitete sich seit den 50er Jahren auf weitere Länder Westeuropas und später aller Kontinente aus.

Heute ist der ICJA ein Verein von Menschen christlicher und anderer Weltanschauungen. Er arbeitet mit eigenständigen Organisationen in 34 Ländern partnerschaftlich zusammen. Gemeinsam bilden sie die internationale Föderation des International Cultural Youth Exchange (ICYE).



Freiwillige für Freiwillige


Der ICJA wird von Freiwilligen getragen. Sie gewährleisten die Weiterführung des Austauschs. Viele dieser Freiwilligen sind ehemalige Programmteilnehmende. Sie haben durch den ICJA Einsichten gewonnen und Erfahrungen gemacht, die sie weitergeben wollen und mit den Zielen des ICJA verbinden. Sie gestalten die inhaltliche Arbeit, leiten Seminare und übernehmen Verantwortung auf allen Ebenen. Unterstützt wird ihre Arbeit durch hauptamtliche Fachkräfte. Die freiwillig Mitarbeitenden können an Fortbildungsmaßnahmen des ICJA teilnehmen und das Erlernte bald darauf in der Praxis anwenden.

Die Arbeit des ICJA stützt sich auch auf die Menschen, die GastgeberInnen für junge Menschen aus anderen Ländern sind und auf alle, die unsere Ziele durch Engagement oder finanzielle Förderung unterstützen. In den Regionalgruppen und Gastsituationen finden die internationalen Freiwilligen vor Ort Freunde und AnsprechpartnerInnen für die Fragen des Alltags.

Ob Seminare, regionale Treffen oder Fortbildungen, die Begegnungen im ICJA sind geprägt von Dynamik, Vielfalt, Freude - und der Neugier auf andere Lebenswelten.



Respekt und Solidarität


Krieg und Gewalt herrschen heute in vielen Regionen der Erde. Wirtschaftliche und politische Interessen werden vielfach ohne Rücksicht auf soziale Folgen und unter Zerstörung der Lebensgrundlagen aller durchgesetzt. Dies geschieht auf Kosten der Mehrheit der Menschen.

Unser Austauschprogramm setzt dem praktische Friedensarbeit entgegen. Im alltäglichen Zusammenleben und in der gemeinsamen Arbeit wird die Wahrnehmung globaler Ungleichheit geschärft. Persönliche Beziehungen zwischen Menschen aus allen Teilen der Welt entstehen. Gegenseitiges Verständnis wächst und legt den Grundstein für Respekt und Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Religionen. Auch die eigenen Werte und Traditionen müssen sich dabei einer kritischen Auseinandersetzung stellen und sich bewähren. Diese Erfahrungen werden in den Seminaren diskutiert und reflektiert.

QUELLE: https://www.icja.de

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